Mitgliederversammlung 2026 der BJV

Die Bonner Journalistenvereinigung (BJV) lud für den 5. März 2026 zu ihrer Mitgliederversammlung in die Deutschen Welle ein.

Weniger Mitglieder, weniger Geld

Weniger Mitglieder, weniger Geld – mit dieser einfachen Formel veranschaulichte Lambert-Sebastian Gerstmeier die derzeitige Entwicklung in der Bonner Journalistenvereinigung (BJV). Der langjährige BJV-Vorsitzende gab während der diesjährigen Mitgliederversammlung im Haus der Deutschen Welle einen Rückblick über die Aktivitäten und Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Dabei zogen sich die Fragen „Was interessiert die Mitglieder eigentlich und wovon haben sie einen Nutzen?“ wie ein roter Faden durch das Treffen.

Wurden im Januar 2025 insgesamt 506 Mitglieder gezählt, waren es im Dezember nur noch 470. Eine rückläufige Zahl, die sich allerdings auch in anderen Ortsverbänden Nordrhein-Westfalens sowie bundesweit widerspiegelt. Als Austrittsgründe wurden oft Berufswechsel, Ortsumzüge oder der Eintritt ins Rentenalter genannt. Aber auch eine gewisse Unzufriedenheit über die Reaktionen und Aktivitäten des Bundesverbandes spiele hin und wieder eine Rolle.

Pro Mitglied erhalten die Ortsverbände monatlich 69 Cent, führte Gerstmeier weiter aus. Geld, das treuhänderisch verwaltet werde, und den Mitgliedern nicht nur bei Streiks, sondern auch in Form von Veranstaltungen und Seminaren zugutekommen soll. Im vergangenen Jahr wurde in diesem Zusammenhang in Bonn hinter die Kulissen der Telekom geschaut sowie die Exzellenzcluster der Bonner Spitzen-Universität vorgestellt. Gut angenommen wurde ein Seminar zum aktuellen Thema Künstliche Intelligenz in Redaktionen und Pressestellen. Beim Sommerfest gab es überraschende Einblicke in sonst nicht öffentliche Bereiche der Bundeskunsthalle, beim traditionellen Gänseessen wurden langjährige Jubilare geehrt sowie eine Spende an den -Unterstützungsverein des DJV-NRW für in Not geratene Kolleginnen und Kollegen überreicht. Mit Erstaunen wurde in diesem Zusammenhang von den Anwesenden die Information aufgenommen, dass Spenden an Dritte seit letztem Jahr vom Gesamtvorstand des Landesverbandes genehmigt werden müssen.

In der regen Aussprache mit den anwesenden Kolleginnen und Kollegen wurden lobend die vor einiger Zeit eingeführten Stammtische erwähnt, die sechsmal im Jahr in verschiedenen Bonner Stadtteilen stattfinden. Diese interessanten Treffen, bei denen man immer wieder Neues erfahre, würden „auf jeden Fall“ weitergeführt, betonte Lambert-Sebastian Gerstmeier, der zum Abschluss den Vorstandsmitgliedern für ihre aktive Mitarbeit dankte. In der kurz angerissenen Vorschau der geplanten Veranstaltungen 2026, erwähnte er neben einem Seminar zum Thema „Gute Fotos mit dem Smartphone“ auch Bonner Begegnungen im Telekom Cyber Center sowie mit der DW-Intendantin Barbara Massing und das beliebte Gänseessen am 26. November.

Monika Freitag-Doering

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